Der Hierarchie-Effekt
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Je höher der Rang innerhalb der Hierarchie, um so besser die Beurteilung.
Ein Beispiel: (für Nichtbeamte: A 9 ist das untere Ende der Laufbahn des gehobenen Dienstes, A 13 das Spitzenamt).
hervorragend/
sehr tüchtig 
übertrifft
erheblich 
andere
Noten 
A 13
95,5 %
4,5 %
-
A 12
55,4 %
39,9 %
4,7 %
A 11
17,1 %
51,2 %
31,7 %
A 10
0,3 %
26,5 %
73,3 %
A 9
-
1,7 %
98,3 %
Notenspiegel der Allgemeinen Inneren Verwaltung Bayerns 1992 (vgl.: Bayrisches Staatsministerium des Innern)

Typische Aussage: "Die eins ist die Direktorennote, die kommt für Sie noch nicht in Frage."

Bei nahezu jeder Beurteilung spielen soziale Vergleichsmaßstäbe eine Rolle. Die Frage, wer wird mit wem bei der Beurteilung verglichen, muß klar geregelt werden.

Die Vermeidung des Hierarchie-Effekts hängt zudem  im Wesentlichen von der Bereitschaft der Beurteiler ab, bei Beurteilungen den sozialen Status zu ignorieren. Es ist zu vermuten, daß in allen hierarchisch organisierten Unternehmen / Behörden zuweilen der Status die eigentlichen Leistungen überblendet.

Die (falsche) Ansicht: "Ein Mitarbeiter kann nicht besser beurteilt werden als sein Vorgesetzter" unterstützt den Hierarchie-Effekt.

Exkursion: Warum der Hierarchie-Effekt eigentlich nicht wahr sein kann: Das Peter-Prinzip!

 

copyright: Dr. Frank Dulisch
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