Der Schlechte-Laune-Effekt
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"Gestern war unsere Weihnachtsfeier. Der Chef hat die Leistung meiner Abteilung ausdrücklich gelobt. Deshalb bin ich heute morgen gut gelaunt zur Arbeit gefahren. Das Autoradio spielte den Song 'Don`t worry, be happy', den habe ich aus vollem Herzen mitgesummt. So, das Jahr kann jetzt friedlich ausklingen. Ach, die Beurteilung von Herrn Peters steht noch an. Sicher, da ist einiges im letzten Jahr vorgefallen, aber so kurz vor Weihnachten ..."
freundliche Frau

Persönliche Stimmungslagen beeinflussen die Beurteilung. Gut gelaunte Menschen erinnern sich vor allem an positive Sachen aus der Vergangenheit - so die Ergebnisse von Gedächtnsisexperimenten. Bei guter Laune sieht der Mensch alles "durch die rosarote Brille". Er nimmt die Welt so wahr, dass seine gute Laune erhalten bleibt (vgl. Kanning 1999, S. 157). Im obigen Beispiel hat Herr Peters sicherlich Glück gehabt!

Und hätte der Chef schlechte Laune, ja dann müßte sich Herr Peters sicherlich warm anziehen. Die rosarote Brille würde dem Nörgel-Blick weichen.

Seien Sie fair! Beurteilen Sie keinen Menschen, wenn Sie in einer besonders positiven oder negativen Stimmungslage sind.

 
copyright: Dr. Frank Dulisch
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