Vieles
spricht dafür, daß die Geschlechtszugehörigkeit und Geschlechtsstereotypen
ein zentraler Aspekt bei der Personenbeurteilung - auch im Arbeitsbereich
- sind. Warum?
-
Das Geschlecht ist ein unübersehbares
Merkmal, das sofort wahrgenommen wird.
- Die Geschlechtsrolle wird
bereits früh in der Kindheit erlernt
und behält einen starken Einfluss auf nahezu alle Lebensbereiche.
-
Für Frauen und Männer
ist der Umgang miteinander einfacher, wenn beide die spezifischen Rollenerwartungen
erfüllen. Deshalb wird auch bei beruflicher Kommunikation meistens
auf die vertrauten Geschlechtsstereotypen zurückgegriffen, selbst
wenn dies für die Betriebsabläufe nicht optimal ist.
|
"Im beruflichen
Alltag überlagern sich daher unmerklich die Wahrnehmung der Arbeitsleistung
und das Geschlecht der Person, die diese Leistung erbringt. Diese Überlagerung
ist nicht zu vermeiden. Wir sind keine Neutren, wir sind Männer und
Frauen. Im Bemühen um eine möglichst objektive und gerechte
Beurteilung ist es unerläßlich, sich die eigene geschlechtsgeprägte
Sicht bewußt zu machen. .... Männern zugerechnete Verhaltensweisen
sind in fast allen gesellschaftlichen Bereichen höher bewertet als
weibliche Verhaltensmuster."
(aus: Gleichstellungsstelle
München: Leitfaden, S. 3.)
|