Bedeutung der Geschlechterrolle
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Vieles spricht dafür, daß die Geschlechtszugehörigkeit und Geschlechtsstereotypen ein zentraler Aspekt bei der Personenbeurteilung - auch im Arbeitsbereich - sind. Warum?
  1. Das Geschlecht ist ein unübersehbares Merkmal, das sofort wahrgenommen wird.
  2. Die Geschlechtsrolle wird bereits früh in der Kindheit erlernt  und behält einen starken Einfluss auf nahezu alle Lebensbereiche.
  3. Für Frauen und Männer ist der Umgang miteinander einfacher, wenn beide die spezifischen Rollenerwartungen erfüllen. Deshalb wird auch bei beruflicher Kommunikation meistens auf die vertrauten Geschlechtsstereotypen zurückgegriffen, selbst wenn dies für die Betriebsabläufe nicht optimal ist.
2 Babies in bleu und rose
"Im beruflichen Alltag überlagern sich daher unmerklich die Wahrnehmung der Arbeitsleistung und das Geschlecht der Person, die diese Leistung erbringt. Diese Überlagerung ist nicht zu vermeiden. Wir sind keine Neutren, wir sind Männer und Frauen. Im Bemühen um eine möglichst objektive und gerechte Beurteilung ist es unerläßlich, sich die eigene geschlechtsgeprägte Sicht bewußt zu machen. .... Männern zugerechnete Verhaltensweisen sind in fast allen gesellschaftlichen Bereichen höher bewertet als weibliche Verhaltensmuster." 
(aus: Gleichstellungsstelle München: Leitfaden, S. 3.)
 
 
copyright: Dr. Frank Dulisch
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