Geschlechtsspezifische Sozialisation 

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Bereits direkt nach der Geburt wird der Prozess der Zuschreibung der Geschlechterrollen eingeleitet. Eltern beurteilen

  • ihre Töchter als schwach, zart, feingliedrig, niedlich und hübsch

  • ihre Söhne als stark, groß, munter

und zwar unabhängig von Größe, Gewicht und Reflexbereitschaft der männlichen und weiblichen Säuglinge.

In einem Experiment wurde Müttern immer dasselbe Schreien eines Babys von einem Tonband vorgespielt. Je nachdem, ob man den Müttern sagte, dass sie einen Jungen oder ein Mädchen hören, beurteilen sie das Weinen anders. Bei (vermuteten) Jungen werteten sie das Geschrei als Wut, bei Mädchen als Angst (vgl.: Wagner-Link, S. 28).

copyright: Dr. Frank Dulisch
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