| Konformitätsdruck in der Personenbeurteilung |
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Falsch! Sie betreiben das Lernprogramm nicht mit dem nötigen Ernst! In den Experimenten von Asch haben nur 0,7 % aller Teilnehmer/innen diese Frage falsch beantwortet. Also: Brille kaufen oder sich stärker konzentrieren!
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| Asch veränderte das Experiment. Jeweils 7 Personen sollten nacheinander derartige Größeneinschätzungen vornehmen. 6 Personen waren Mitarbeiter des Versuchsleiters, die die Anweisung hatten, systematisch falsch zu antworten. |
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| Die eigentliche Versuchsperson, die davon natürlich nichts wußte, wurde durch die falschen Einschätzungen der anderen so verunsichert, dass fast 37 % die Liniengrößen falsch einschätzten. Sie glaubten anscheinend den Urteilen anderer mehr als den eigenen Augen. (vgl. Kanning 1999, S. 186). |
Welche Linie ist so lang wie die obige
Ausgangslinie?
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Bei dem Experiment handelte es sich um ein relativ eindeutiges Bild. Bei Personeneinschätzungen bewegen wir uns auf einem viel unsicheren Feld. Hier wird das Bedürfnis, sich auf das Urteil anderer zu verlassen und sich an ihm zu orientieren, noch ausgeprägter sein! In dem wir die Urteile anderer übernehmen, fühlen wir uns zudem in die jeweilige Gruppe integriert. Aus der Gruppendynamik wissen wir: Wenn die Gruppe sich über den "Sündenbock" einig ist, wird der Zusammenhalt der Gruppe gestärkt. Unsere sozialen Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Anerkennung steigern die Konformität des Denkens und des sozialen Urteils. |
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| copyright: Dr. Frank Dulisch |
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