| Der Klebe-Effekt |
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| Wer
einmal eine gute Note erreichte, behält diese!
oder Wer längere Zeit nicht befördert wurde, bei dem wird pauschal weiterhin unterstellt, dass seine Leistungen sich nicht positiv entwickelt haben. Jeder Mitarbeiter hat eine Beurteilungsgeschichte, die in aktuelle Beurteilungen hineinwirkt - auch wenn in vielen Vorgaben es ausdrücklich heißt: "Die Beurteilungen sind unabhängig von den vorausgegangenen Beurteilungen zu erstellen". Der Mitarbeiter
kennt seine letzten Beurteilungen und reagiert insbesondere auf eine Verschlechterung
der Bewertungen mit Abwehr und Verärgerung. Aus Angst hiervor orientiert
sich der Beurteiler zuerst einmal an vergangenen Beurteilungen.
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Die Psychologen sprechen auch von dem Status quo-Effekt. (Status quo bedeutet lateinisch bestehender Zustand). Die Tendenz, am Status quo festzuhalten und ihn nicht zu hinterfragen, ist in vielen Experimenten der psychologischen Entscheidungstheorie nachgewiesen worden. Beispiele 1: Wir erben Aktien eines Unternehmens, die wir uns nie selbst gekauft hätten. Statt sie sofort zu verkaufen, behalten die meisten Menschen diese Aktien.
Wir halten am Status quo fest, weil davon Abweichen heißt: handeln, sich neu entscheiden, Verantwortung übernehmen und ggf. Konflikte aushalten. Und eben dies meiden wir, wo wir nur können - auch bei der Personalbeurteilung!
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| copyright: Dr. Frank Dulisch |
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