Und was ist mit den Männern? 
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"So ca. 5 Minuten nach dem Lernprogramm, habe ich das Gefühl, dass es
ein Loblied auf die  benachteiligten Frauen ist. Besonders der letzte
Teil des Lernprogramms. Vielleicht bin ich aber zu voreingenommen als
männliche Teilzeitkraft und tatkräftige Unterstützung bei der
Kindererziehung und beim Bewältigen des Haushaltes."
 

so die Rückmeldung eines männlichen Nutzers dieses Lernprogramms. Viele der zuvor dargestellten Formen der Benachteiligungen treffen Männer und Frauen in gleicher Weise.

Dennoch:  In mehreren Behörden haben Personalverantwortliche bzw. Frauenbeauftragte mir persönlich berichtet, dass eine schlechte Beurteilung von Teilzeitbeschäftigten nach einer entsprechenden "Aufklärungskampagne"     statistisch nicht mehr feststellbar sei.  Auffallend sei jetzt, dass die sehr wenigen teilzeitbeschäftigten Männer in  Beurteilungen  schlechter abschneiden als teilzeitbeschäftigte Frauen.

Wenn Frauen sich sowohl für die Familie und den Job engagieren,  findet dieses mittlerweile eine breite Akzeptanz. Wenn Männer selbiges praktizieren, werde dieses noch eher als eine Entscheidung gegen das berufliche Engangement und gegen die Karriere  gesehen.

"Bleibt noch die Frage nach dem Image des bekennenden Vaters im Unternehmen. Wird er von seinen Kollegen heute noch als Mitarbeiter angesehen, der per definitionem wenig motiviert und ohne Engagement danach trachtet, seinen Arbeitsplatz zu verlassen, um endlich Windeln wechseln zu können? Oder sieht man gerade in den Vätern besonders motivierte, verantwortungsbewußte, flexible und selbstbewußte Mitarbeiter, die sich etwas (zu)trauen? Ein Unternehmen, das diese Frage mit einem deutlichen Ja beantworten kann, das diesen Männern eine große Wertschätzung entgegenbringt, wo solches auch im Management vorgelebt wird, hat offenbar schon das neue Leitbild für Männer und Väter umgesetzt!"
Wilfried Weiß, Beauftragter für Chancengleichheit, Deutsche Lufthansa AG
copyright: Dr. Frank Dulisch
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