| Der Milde-Effekt |
|
|
Die Führungskraft
ist bei der Beurteilung sehr milde gestimmt und vergibt in der Mehrzahl
gute Bewertungen. Sie will den Mitarbeitern nicht "weh
tun"; sie bewertet mehr die Anstrengungsbereitschaft
als die konkreten Arbeitsleistungen; sie befürchtet Motivationseinbußen
bei realistischer Beurteilung. Sie will als eine "positiv
denkende" Führungskraft erscheinen und die "Freundschaft"
mit den Untergebenen pflegen.
|
|
sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind. Johann Wolfgang Goethe |
|
Hier liegt
sicherlich der wesentliche Grund, warum nahezu
allen Mitarbeitern in vielen Behörden
/ Betrieben "überdurchschnittliche Leistungen" in den Beurteilungen
bescheinigt werden. Die Milde-Tendenz besiegt zuweilen sogar die Logik!
Andere Beurteilungsvordrucke betreiben selbst bereits die verbale Schönfärberei. In dem Beuteilungsvordruck eines großen Konzerns erhält die Beurteilungsskala nur die Bewertungen:
|
| copyright: Dr. Frank Dulisch | |
|
|
|
|