Tendenz zur Mitte 
weiter

Dort, wo Personen in der schriftlichen Beurteilung unsicher sind, neigen sie zur Mitte oder zu einer "Standardnote". "Dort kann ich am wenigsten falsch machen!", so der leitende Gedanke.

Dieser Effekt zeigt sich auch in vielen sozialwissenschaftlichen Untersuchungen (z.B. Einstellungsbefragungen): Je unsicherer die Einschätzungen des Befragten - um so größer die Tendenz zur Mitte.

Die mittlere Note erhält so zwei Bedeutungen:

Zum einen, dieses Leistung ist durchschnittlich,

zum anderen "Ich als Beurteiler bin mir nicht ganz sicher in meiner Einschätzung, ich weiß zu wenig für ein sicheres Urteil - in der Mitte kann ich am wenigsten falsch machen!".

 

 

copyright: Dr. Frank Dulisch
e-mail
Literatur
Link
Inhalt
zurück
weiter