Beurteilungsverzerrungen
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Jede Beurteilung enthält subjektive Elemente. Diese Elemente kann man nicht ausschließen; der Beurteiler kann aber versuchen, sich diese Einflußfaktoren bewußt zu machen und sie hierdurch einzugrenzen. Diese Beurteilungstäuschungen des Auges und des Gedächtnisses haben Sie im vorangegangenen Teil kennengelernt.

Nun kommen wir zu den Beurteilungsverzerrungen. Hier ist es nicht so eindeutig, ob uns nur das Auge oder Gedächtnis betrügt!

Erinnern Sie sich noch an die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Arten von Beurteilungsfehlern?

  • Beurteilungstäuschungen: Hier betrügt uns quasi das Auge bzw. unser Gedächtnis. Diese Fehlertendenzen in der Personenwahrnehmung sind vor allem  in der sozialpsychologischen Forschung nachgewiesen worden.
  • Beurteilungsverzerrungen: Hier wendet der Beurteiler bei dem einen Mitarbeiter einen wohlwollenden Maßstab und bei dem anderen Mitarbeiter einen kritischen Maßstab an, wobei dem Beurteiler diese Ungleichbehandlung in gewisser Weise bewusst ist. Viele dieser Verzerrungen haben eine Tradition in der Unternehmenskultur; sie sind gewissermassen in den nicht fixierten "Beurteilungs-Spielregeln" einer Behörde / eines Unternehmens verankert.
 
  • Beurteilungsversagen: Hier wird zwar eine Differenzierung  der Beurteilungsnoten vorgenommen, aber aus "strategischen" Überlegungen heraus werden die Noten nach leistungsfremden Gesichtspunkten vergeben. 
copyright: Dr. Frank Dulisch
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