Gender Crossing
Hopkins ging statt dessen vor Gericht und erhielt 1990 Recht: Das Urteil bestätigte, dass Geschlechterstereotype bei der Verweigerung der Partnerschaft entscheidenden Einfluß hatten und hielt fest, dass ein Arbeitgeber, der Durchsetzungsfähigkeit für bestimmte Positionen fordert, gleichzeitig jedoch Maskulinität bei Frauen verurteilt, diese in eine unakzeptable no-win Situation manövriert: Gilt die Frau als wenig durchsetzungsfähig, so wird sie als ungeeignet für die Position erachtet, demonstriert sie diese Eigenschaft, so wird sie benachteiligt aufgrund des Verletzens ihrer Geschlechternorm." (Doris Weichselbaumer)
Der Fall war zugleich Anlass für die sozialwissenschaftliche Forschung der Frage nachgehen, ob
- Frauen mit männlichen Eigenschaften oder Verhaltensweisen
- bzw. Männer mit weiblichen Eigenschaften oder Verhaltensweisen
benachteiligt werden.
Wenn auch die Forschungsergebnisse hierzu - wie der Beitrag von Weichselbaumer zeigt - nicht immer eindeutig sind, so scheint vorsichtig formuliert an dieser Hypthese "etwas dran" zu sein. Personen, die in ihren Eigenschaften und dem Verhalten den "Geschlechtsklischees" entsprechen, scheinen es einfacher (auf dem Weg nach oben) zu haben.
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