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Halo-Effekt Vertiefung

Besonders Äußerlichkeiten scheinen eine solche Blendwirkung zu haben.

Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Bewertung der Nachrichtensprecherin im Fernsehen. Wirkt die Dame attraktiv und sympathisch, neigen wir dazu, ihr auch eine hohe Kompetenz zuzusprechen. Wir vermuten, dass sie engagiert, aktiv, sportlich und nett ist, halten sie für intelligent etc. Dabei stehen uns nur minimale Informationen zur Verfügung: Die Tatsache, dass die Dame Nachrichtentexte fehlerfrei ablesen und vortragen kann, macht sie noch nicht intelligent, der sympathische Eindruck überstrahlt jedoch alle anderen Merkmale und führt zur Zuschreibung weiterer positiver Merkmale. (vgl. http://www.soft-skills.com)

Oder: "Übergewichtige" Personen werden schnell als "gutmütig" eingeschätzt, obwohl beide Persönlichkeitsmerkmale wahrscheinlich nichts miteinander zu tun haben.

Im Rahmen der Personalbeurteilung kann dieses auch eine herausragende Einzelleistung sein, die den Beurteiler bei der Einschätzung der Gesamtleistung "blendet". Besonders Einzelleistungen, die sich innerhalb der Organisation weit herumgesprochen haben oder gar "durch die Presse gingen", überstrahlen die Gesamtleistung:

* "Der Mann, der den 10-Millionenauftrag heranholte"
* "Der Mann, der das Computersystem abschoss - totaler Crash!"
* "Die Kommissarin, die den Gewaltmörder überführte